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Kupferspirale / Kupferkette / Kupferball

Die Kupferspirale besteht aus einem mit Kupferdraht umwickelten Körper und die Kupferkette und der Kupferball aus einem chirurgischen Faden, auf den Kupferhülsen bzw. Kupferperlen aufgefädelt sind. Kupferhaltige Verhütungsmittels werden für bis zu 3, 5 Jahre oder bis zu 10 Jahre in die Gebärmutter eingesetzt.

Wie oft muss ich daran denken?

3 - 10
Jahre

Wird für bis zu 3 bis zu 10 Jahre in die Gebärmutter eingesetzt

Wie sicher ist die Methode?



Typischer Pearl-Index:

3
sicher

Bis 30 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz Kupferspirale/ Kupferkette / Kuperball schwanger

Wie wird der natürliche Zyklus beeinflusst?


Nein. Der natürliche Hormonhaushalt und Eisprung werden nicht beeinflusst

Wie wirkt die Methode?


Ohne Hormone über eine nicht-bakterielle Entzündungsreaktion in der Gebärmutter

Mit anderen Methoden vergleichen

Beschreibung, Wirkweise & Sicherheit

Verhütung durch Entzündungsreaktion bei Kupferspirale

Entzündungsreaktion verhindert Befruchtung

Sowohl die Kupferspirale als auch die Kupferkette und der Kuperball verhindern eine Befruchtung der Eizelle, indem sie ständig kleine Mengen Kupfer in die Gebärmutter abgeben, die die Überlebensfähigkeit von Samenzellen hemmen bzw. die Samenzellen oder auch eine befruchtete Eizelle abtöten können (kupferhaltige Spiralen können daher auch zur Notfallkontrazeption eingesetzt werden).

Zusätzlich wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verändert: Eine durch das Kupfer verursachte Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut verhindert, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann.

Der typische Pearl-Index der Kupferspirale liegt bei bis 3. Bis zu 30 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz der Methode schwanger.

Einlage von Kupferspirale, Kupferkette und Kuperball

Das Einsetzen von kupferhaltigen Verhütungsmethoden erfolgt idealerweise an den letzten Tagen der Menstruation. Die Ärztin/der Arzt legt diese Verhütungsmethoden in die Gebärmutterhöhle ein und überprüft anschließend per Ultraschall, ob sie richtig sitzt. Etwa alle sechs Monate sollte der Sitz dieser Verhütungsmethoden überprüft werden.

Weil die Kupferkette nur aus einem Faden mit aufgefädelten Kupferhülsen besteht, wird ihr oberes Ende in der Gebärmutterwand mit einer Nadel verankert. Das Einlegen und Entfernen – dabei wird das eingewachsene Ende der Kette wieder herausgelöst – wird durch spezialisierte Ärztinnen/Ärzte durchgeführt.

Mögliche Vor- und Nachteile der Kupferspirale/-kette/-ball

Langzeitverhütung ohne Hormone mit Kupferspirale

Langzeitverhütung ohne Hormone

Der Verhütungsschutz von Kupferspirale und anderen kupferhaltigen Verhütungsmethoden hält für bis zu drei bzw. zehn Jahre an. Einnahmefehler sind ausgeschlossen, da alle Methoden in der Gebärmutter wirken. Kupferhaltige Verhütungsmittel greifen nicht in den weiblichen Hormonhaushalt ein und es kommt zu keinem Wirkverlust durch Erbrechen und Durchfall.

Medikamente, die Entzündungen vermindern, können die Wirksamkeit von kupferhaltigen Verhütungsmitteln aber herabsetzen, so dass trotz der Anwendung eines kupferhaltigen Kontrazeptivums häufiger eine Schwangerschaft auftreten kann.Sie eignen sich für Frauen, die hormonelle Verhütungsmethoden nicht anwenden können oder wollen. Auch in der Stillzeit können sie genutzt werden, nachdem sich die Gebärmutter wieder vollkommen zurückgebildet hat.

Blutungsschmerzen bei Kupfer

Verlängerte und schmerzhaftere Blutung

Unter Verwendung von Kupferspirale und anderen kupferhaltigen Verhütungsmethoden können die monatlichen Blutungen aufgrund der hervorgerufenen Entzündungsreaktion in der Gebärmutter länger, stärker und schmerzhafter werden. Zudem können Unterleibsentzündungen durch aufsteigende Infektionen auftreten. Der korrekte Sitz sollte durch regelmäßige ärztliche Kontrollen überprüft werden.

Vorsichtig sollten Frauen sein, die bereits eine Eileiterschwangerschaft, eine Operation im Becken-Bauch-Raum oder Unterleibsinfektionen hatten. Auch eine Kupferunverträglichkeit oder Kupferspeicherkrankheiten können eine Anwendung ausschließen. Zur ausführlichen Erklärung von Risiken und Nebenwirkungen wende dich bitte an deinen Frauenarzt/deine Frauenärztin.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Spürt der Partner sie beim Sex?

Der Partner spürt die Spirale beim Geschlechtsverkehr normalerweise nicht, da sie in die Gebärmutter eingesetzt wird. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Rückholfaden stört.

Kann man sie verlieren?

In Einzelfällen ist es möglich, dass die Spirale unbemerkt, zum Beispiel während einer Blutung, ausgestoßen wird. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist deshalb sehr wichtig.

Ist die Einlage schmerzhaft?

Ob und wie sehr das Einsetzen der Spirale als schmerzhaft empfunden wird, hängt stark vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Bei der Einlage helfen eine lokale Betäubung oder schmerzstillende Medikamente. Unmittelbar nach dem Einlegen können menstruationsähnliche Beschwerden auftreten.

Wie sicher sind diese Methoden?

Alle Varianten der Spirale gelten als sichere Methoden zur Empfängnisverhütung. Der typische Pearl-Index der Kupferspirale liegt bei bis zu 3, d. h., bis zu 30 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz der Methode schwanger.

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