Nach der Geburt

Nach einer Geburt sollte eine zuverlässige Verhütungsmethode gewählt werden – auch wenn die Menstruation noch nicht wieder eingesetzt hat.

Verhütung bleibt ein wichtiges Thema

Eisprung kommt vor Menstruation

Der Eisprung kommt vor der Menstruation

Der Zeitpunkt der ersten Blutung nach einer Entbindung ist individuell verschieden. Es gibt Frauen, die bereits sechs Wochen danach wieder ihre Regel bekommen, bei anderen dauert es fast ein halbes Jahr.

Weil es aber schon vor der wieder einsetzenden Menstruation zum Eisprung kommt, besteht sehr wohl die Möglichkeit, direkt wieder schwanger zu werden. Deshalb ist Verhütung auch nach einer Geburt ein wichtiges Thema.

Stillen ist keine Verhütungsmethode!

Stillen ist keine Verhütungsmethode

Das Stillen galt in der Generation unserer Großmütter als sichere Verhütungsmethode. Heute lächelt man darüber und spricht von „Ammenmärchen“. Weil es früher keine zuverlässigen Verhütungsmittel gab, war das Stillen eine höchst erfolgversprechende Möglichkeit, den Abstand zwischen zwei Geburten zu vergrößern. Solange voll gestillt wird, bleibt in den meisten Fällen der Eisprung aus. Ohne Eisprung kann auch keine Schwangerschaft eintreten.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt Frauen, bei denen es trotz Stillens wieder zum Eisprung kommt. Gerade wenn zugefüttert wird oder das Baby zusätzlich Flüssigkeit bekommt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Zyklus sich wieder normalisiert. Und damit besteht auch die Möglichkeit, erneut schwanger zu werden.

Verhütungsmethoden für stillende Frauen

Nichthormonelle Methoden

In der Stillzeit können alle nichthormonellen Verhütungsmittel angewandt werden, beispielsweise die sogenannten Barrieremethoden wie Kondom oder Diaphragma. Wegen der eher umständlichen Handhabung und der relativ geringen Zuverlässigkeit kommen sie für die meisten Paare aber weniger infrage.

Hormonelle Methoden mit Gestagen

Für stillende Frauen sind Verhütungsmethoden empfehlenswert, die ausschließlich ein Gestagen in niedriger Dosierung enthalten. Dazu gehören die Hormonspirale (Verhütungsschirmchen), die Gestagenpille und das Hormonimplantat. Bei diesen Methoden gehen nur ganz geringe Mengen des Gestagens in die Muttermilch über, beeinflussen aber weder die Milchmenge oder -zusammensetzung noch die Kindesentwicklung. Die Gestagene, also Schwangerschaftshormone, spielen unter der Schwangerschaft in hoher Konzentration eine entscheidende Rolle.

Hormonelle Methoden mit Östrogen und Gestagen

Präparate, die sowohl Östrogen als auch Gestagen enthalten, wie die Kombinationspille, der Hormonring und das Hormonpflaster, sollten nicht angewandt werden. Die enthaltenen Östrogene können die Menge und die Zusammensetzung der Muttermilch verändern.

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