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Kombinationspille

In Deutschland verwenden mehr als fünf Millionen Frauen die „Pille“ zur Empfängnisverhütung. Allerdings ist die Pille nicht frei von Nebenwirkungen und daher nicht für alle Frauen geeignet.

Wie oft muss ich daran denken?

täglich

Die Kombinationspille muss täglich eingenommen werden

Wie sicher ist die Methode?


Typischer Pearl-Index:

9
sicher

Bis 90 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz Kombinationspille schwanger

Wie wird der natürliche Zyklus beeinflusst?

Ja. Der natürliche Hormonhaushalt wird beeinflusst, Eizellreifung und Eisprung gehemmt

Wie wirkt die Methode?


Hormone wirken im ganzen Körper

Mit anderen Methoden vergleichen

Beschreibung, Wirkweise & Sicherheit

Östrogen und Gestagen kombiniert

Östrogen und Gestagen kombiniert

Die meisten Pillen gehören zu den Kombinationspillen und enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen.

Die Kombinationspille muss täglich eingenommen werden. Ihre Hormone hemmen den Eisprung, machen den Zervixschleim für Spermien undurchlässig und sorgen für einen verminderten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Monatliche Blutungen unter Verwendung der Pille werden meist schwächer, kürzer, seltener und auch weniger schmerzhaft.

Der typische Pearl-Index liegt bei bis zu 9, d. h., bis zu 90 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz Einnahme der Kombinationspille schwanger.

Mehr zum Pearl-Index

So funktioniert die Kombinationspille

Die Kombinationspräparate verhindern, dass das Gehirn ein spezielles Hormon bildet, das den Eisprung bewirkt. Fehlt die zur Befruchtung notwendige Eizelle, kann keine Schwangerschaft eintreten. Diese Wirkung beruht in erster Linie auf dem Gestagenanteil.

Kombinationspillen unterscheiden sich in Art und Dosis der Hormonzusammensetzung. Es gibt verschiedene Einphasenpräparate, bei denen in jeder Pille die gleichen Hormonmengen enthalten sind, aber auch Mehrstufenpräparate, deren Wirkmengen in den einzelnen Pillen unterschiedlich zusammengesetzt sind.

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Mögliche Vor- und Nachteile

Kombinationspillen mit hoher Sicherheit

Stabiler Zyklus, hohe Verhütungssicherheit

Kombinationspillen verhindern mit sehr hoher Sicherheit eine Schwangerschaft, wenn sie nach Anweisung eingenommen werden.

Ihre Hormone tragen zu einem stabilen Blutungsgeschehen bei, das heißt, sie sorgen für regelmäßige Monatsblutungen und verhindern Zwischenblutungen. Bei Anwendung einer Kombinationspille kann die Periode kürzer, leichter und weniger schmerzhaft werden.

Mit der Einnahme der Kombinationspille kann das Risiko für gutartige Zysten oder Knoten der Brust sowie für Gebärmutterschleimhaut- und Eierstockkrebs gesenkt werden. Zudem kann sie einen positiven Einfluss auf Haut und Haare haben.

Östrogene – nicht für jede geeignet

Östrogene – nicht für jede geeignet

Der Östrogenanteil der Pille verändert die Zusammensetzung der Gerinnungsfaktoren im Blut, es verklumpt u. U. leichter, und es kann zu einer Thrombose kommen. Frauen mit zusätzlichen Risikofaktoren für eine Thrombose sollten aus diesem Grund auf östrogenhaltige Verhütungsmittel wie die Kombinationspille, den Vaginalring oder auch das Verhütungspflaster verzichten. Auch bei Übergewicht ist Vorsicht geboten. Zur ausführlichen Erklärung von Risiken und Nebenwirkungen wende dich bitte an deinen Frauenarzt/deine Frauenärztin.

Mehr Informationen zu venösen Thromboembolien

Das sagt eine Anwenderin über die Kombinationspille

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Die wichtigsten Fragen und Antworten

Pille vergessen – was nun?

Die vergessene Pille sollte so bald wie möglich nachgenommen werden. Bei den allermeisten Pillen gilt: Wenn der richtige Einnahmezeitpunkt um mehr als zwölf Stunden überschritten wurde, ist die empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr gewährleistet. Dann solltest du zusätzlich z. B. mit einem Kondom verhüten.

Was ist die „Pille danach“?

Mit der „Pille danach“ kannst du nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei einer Verhütungspanne auf relativ sichere Art eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Allerdings sollte sie als „Notfallverhütungsmittel“ immer nur dem Ausnahmefall vorbehalten bleiben.

Ab wann wirkt die Pille?

Es wird empfohlen, die erste Pille am ersten Tag der Menstruation einzunehmen. Dann besteht von Anfang an der gewünschte Empfängnisschutz. Wird die Einnahme erst zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag gestartet, liegt erst nach sieben Tagen Einnahme ein wirksamer Schutz vor.

Wie sicher ist die Pille?

Das hängt davon ab, wie gewissenhaft sie eingenommen wird. Wegen möglicher Anwendungsfehler oder Wirkungsbeeinträchtigungen, z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder Arzneimittelwechselwirkungen, liegt ihr typischer Pearl-Index bei bis zu 9 – d. h., bis zu 90 von 1.000 Frauen werden pro Jahr trotz Einnahme der Kombinationspille schwanger.