Verhütungs-Glossar

Von A wie Amenorrhoe bis Z wie Zervix – hier findest du medizinische Fachausdrücke rund um die Themen Verhütung, Sex und Weiblichkeit einfach erklärt!

A
Amenorrhö

Wenn die Periode über mehrere Zyklen ausbleibt, spricht man von einer Amenorrhö. Gründe können bestimmte Erkrankungen, starkes Über- bzw. Untergewicht sowie psychische oder physische Belastungssituationen sein. Auch bei Leistungssportlerinnen kann die Periode ausfallen.

Antibabypille

Die Antibabypille, kurz "Pille", ist ein hormonelles Verhütungsmittel in Tablettenform. Sie schützt gegen eine ungewollte Schwangerschaft, indem sie den Eisprung hemmt, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Spermien schwerer durchdringbar macht und den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt.

AIDS

Die Abkürzung AIDS steht für "Acquired Immune Deficiency Syndrome" und bedeutet "Erworbenes Immundefekt-Syndrom". AIDS wird ausgelöst durch das HI-Virus (HIV), das durch Körperflüssigkeiten übertragen wird. Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

B
Barrieremethode

Barrieremethoden sind mechanische Methoden zur Empfängnisverhütung, die mittels eines physikalischen Hindernisses den Kontakt von männlichen Spermien und weiblicher Eizelle und somit eine Befruchtung verhindern.

C
Chlamydien

Chlamydien sind Bakterien, die die genitalen Schleimhäute befallen und über die Gebärmutter bis zu den Eileitern wandern und diese verkleben können. Die Folgen können Eileiterschwangerschaften und Unfruchtbarkeit sein.

Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

Coitus interruptus

Die lateinische Bezeichnung steht für "unterbrochenen Geschlechtsverkehr" und wird als Verhütungsmethode praktiziert, ohne einen zuverlässigen Empfängnisschutz zu bieten. Beim Coitus interruptus unterbricht der Mann kurz vor dem Samenerguss den Geschlechtsverkehr, indem er den Penis aus der Scheide zieht.

D
Drei-Monats-Spritze

Die Drei-Monats-Spritze ist ein per Injektion in die Muskulatur verabreichtes Gestagenpräparat, das als Hormondepot wirkt. Es bietet über einen Zeitraum von drei Monaten einen zuverlässigen Empfängnisschutz.

Diaphragma

Das Diaphragma (auch: Scheidenpessar) ist ein mechanisches Verhütungsmittel aus Gummi, Silikon oder Latex. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingelegt und verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

Dysmenorrhö

Dysmennorrhö ist der Fachbegriff für eine schmerzhafte Monatsblutung.

E
Eierstock

Der Eierstock (auch: Ovar) ist die Keimdrüse der Frau und damit die "Geburtsstätte" der weiblichen Eizellen. In den Eierstöcken werden zudem die weiblichen Geschlechtshormone, die Östrogene und die Gestagene produziert. Sie regeln den Zyklus und beeinflussen zahlreiche andere Prozesse im weiblichen Körper. Erfahren Sie hier mehr über den weiblichen Körper

Eierstockzysten

Eierstockzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlkörper, die. u.a. durch Hormonschwankungen entstehen können. Da sie selten Beschwerden verursachen, werden sie oft erst bei der ärztlichen Kontrolluntersuchung entdeckt. Die meisten Eierstockzysten sind harmlos und bilden sich von selbst wieder zurück. Eierstockzysten können aber auch ein Zeichen für bösartige Erkrankungen sein und bedürfen daher einer genaueren Abklärung durch die Frauenärztin/den Frauenarzt.

Eileiter

Die Eileiter verbinden die Eierstöcke mit der Gebärmutter. Sie sind etwa 15 cm lang und 0,5-1 cm dick. Im Eileiter findet die Befruchtung des reifen Eis mit dem männlichen Spermium statt.

Eisprung

Als Eisprung (auch: Follikelsprung oder Ovulation) wird die Ausstoßung der reifen Eizelle aus dem Eierstock bezeichnet. Er findet normalerweise zwischen dem 11. und 16. Tag des Zyklus statt. Wird das Ei nicht innerhalb von 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtet, stirbt es ab.

Endometrium

Das Endometrium (auch: Gebärmutterschleimhaut) ist eine dünne, rosafarbene Schleimhaut, die das Innere der Gebärmutter (Uterus) auskleidet. Sie macht die Einnistung einer befruchteten Eizelle möglich. Findet keine Befruchtung statt, wird die obere Schicht des Endometriums mit der Monatsblutung abgestoßen.

Endometriose

Bei einer Endometriose handelt es sich um gutartige, zum Teil aber schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut. Diese siedeln sich außerhalb der Gebärmutter auch in anderen Regionen des Körpers ab, vor allem aber in den benachbarten Organen, wie z.B. Bauch, Becken oder Eileiter an. Die Endometrioseherde wachsen – ebenso wie die Gebärmutterschleimhaut – während des Zyklus.

Estradiol

Estradiol ist ein natürliches weibliches Sexualhormon aus der Gruppe der Östrogene.

F
Follikel

Follikel sind die sogenannten Eibläschen, die die jeweils eine Eizelle enthalten. Wenn ein Follikel gereift ist, sendet die Hirnanhangdrüse das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) aus, das den Eisprung auslöst. Dies geschieht ungefähr 14 Tage vor der Monatsblutung – also in der Mitte des Zyklus.

Fruchtbare Tage

Die Zeit kurz vor und nach dem Eisprung gilt als fruchtbare Zeit. Die reife Eizelle steht etwa 24 Stunden lang zur Befruchtung bereit. Doch die fruchtbaren Tage dauern länger an, denn die Samenzellen eines Mannes können bis zu 7 Tage lang im Körper einer Frau überleben.

FSH

Das follikelstimulierende Hormon (FSH) steuert die Funktion der Eierstöcke und regt das Wachstum der Eibläschen (Follikel) an.

G
G-Punkt

Bei dem so genannten G-Punkt handelt es sich um eine weibliche erogene Zone in der vorderen Vaginalwand, deren Existenz allerdings bis heute nicht nachgewiesen ist.

Gebärmutter

Die Gebärmutter (auch: Uterus) ist ein etwa sieben bis acht Zentimeter langer Muskel in der Form einer Birne, an dessen oberen Ende die beiden Eileiter münden. In der Gebärmutter reifen befruchtete Eizellen zu einem Embryo bzw. Fetus heran.

Gebärmutterschleimhaut

Die Gebärmutterschleimhaut (auch: Endometrium) ist eine dünne, rosafarbene Schleimhaut, die das Innere der Gebärmutter (Uterus) auskleidet. Sie macht die Einnistung einer befruchteten Eizelle möglich. Findet keine Befruchtung statt, wird die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut mit der Monatsblutung abgestoßen.

Gelbkörperhormon

Die Gelbkörperhormone (Gestagene) sind eine der wichtigsten Hormongruppen der weiblichen Sexualhormone. Es dient dazu, die Gebärmutterschleimhaut auf das befruchtete Ei so vorzubereiten, dass es sich in der Gebärmutter einnisten kann.

Genitalherpes

Beim Genitalherpes handelt es sich um eine sexuell übertragbare Viruserkrankung, die von einem dem Lippenherpes verwandten Erreger verursacht wird. Das Virus bleibt auch nach Abklingen der Symptome im Körper und kann immer wieder zu einer Akuterkrankung führen. Mehr zu sexuell übertragbaren Krankheiten

Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

Gonorrhö

Gonorrhö (auch: Tripper) ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankung. Die durch Bakterien hervorgerufene Infektion kann chronisch werden und zu Unfruchtbarkeit führen. Mehr zu sexuell übertragbaren Krankheiten.

Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

H
HIV / HI-Virus

Mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) wird ein Immunschwäche-Virus bezeichnet, das zu AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) führen kann. Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

Hormonelle Verhütung

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten künstlich hergestellte Hormone, die in ihrer Wirkung mit den körpereigenen weiblichen Geschlechtshormen annähernd identisch sind. Hinsichtlich Dosierung und Anwendung gibt es bei den hormonellen Verhütungsmethoden viele Unterschiede.

Hormonelle Langzeitverhütung

Hormonelle Langzeitverhütungsmittel wie Hormonspirale, Hormonimplantat und Hormondepot wirken über einen Zeitraum von drei Monaten bis zu fünf Jahren und schützen auf reiner Gestagenbasis vor einer Schwangerschaft.

Hormonimplantat

Das Hormonimplantat ist ein Kunststoffstäbchen, das auf der Innenseite des Oberarms direkt unter der Haut eingesetzt wird. Es gibt über einen Zeitraum von drei Jahren kontinuierlich ein Gelbkörperhormon ab.

Hormonmessgerät

Hormonmessgeräte (auch: Verhütungs- oder Zykluscomputer) analysieren und protokollieren die Fruchtbarkeit der Frau. Dabei werden Körpermerkmale wie Basaltemperatur, Hormone im Morgenurin sowie die Konsistenz des Zervixschleims erfasst und ausgewertet.

Hormonpflaster

Das Hormonpflaster wird auf Bauch, Oberschenkel, Po oder die Außenseite des Oberarms geklebt und einmal wöchentlich erneuert. Es enthält sowohl ein Östrogen als auch ein Gestagen, die über die Haut aufgenommen werden und den Eisprung verhindern.

Hormonring

Der Hormonring ist ein flexibler Kunststoffring mit einem Durchmesser von ca. 5 Zentimetern. Er enthält sowohl ein Östrogen als auch ein Gestagen. Zur Verhütung führt man ihn in die Scheide ein. Dort bleibt er für drei Wochen, in denen er konstante Mengen an Hormonen abgibt.

Hormonspirale

Die Hormonspirale ist ein Langzeitverhütungsmittel, das in die Gebärmutter eingesetzt wird und "lokal" kontinuierlich geringe Mengen eines Gestagens freisetzt. Es wirkt für einen Zeitraum von 3-5 Jahren empfängnisverhütend.

HPV

Humane Papillomviren (HPV) können Entzündungen und Hautveränderungen hervorrufen. Manche HP-Viren verursachen harmlose Warzen, einige erhöhen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Impfstoffe können vor einer Infektion mit bestimmten HPV-Typen schützen.

Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

Hypermenorrhö

Eine Hypermenorrhö bezeichnet eine sehr starke Periode. Betroffene Frauen verbrauchen mehr als fünf Monatsbinden pro Tag. Wenn die verstärkte Periode zusätzlich eine Dauer von mehr als sechs Tagen hat, spricht man von einer Menorrhagie

Hypomenorrhö

Bei einer sogenannten Hypomenorrhö ist die Periode sehr schwach. Der Blutverlust beträgt weniger als 25 Milliliter/Zyklus.

Hypothalamus

Der Hypothalamus ist eine wichtige Schaltzentrale unseres Körpers und ist ein Teil des Gehirns. Er stellt zusammen mit der Hypophyse sicher, dass die Eierstöcke Östrogene für die Reifung der Eizelle und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut herstellen.

I
Intrauterinpessar

Intrauterinpessare (auch: Spiralen) werden zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingesetzt. Nach ihrer Zusammensetzung und Wirkweise unterscheidet man Kupfer- und Hormonspiralen. Hormonspiralen werden auch als Intrauterin Systeme (IUS) oder mit dem englischen Begriff "intrauterine device (IUD)" bezeichnet.

Intrauterine Device

Hormonspiralen werden auch als Intrauterin Systeme (IUS) oder mit dem englischen Begriff "intrauterine device (IUD)" bezeichnet.

Intrauterin Systeme

Intrauterin Systeme (IUS) sind Verhütungsspiralen mit einem Hormondepot aus Gestagenen, die ihren Wirkstoff allmählich in die Gebärmutter abgeben. IUS wirken für 3-5 Jahre, können aber jederzeit entfernt werden.

J
K
Klimakterium

Ins "Klimakterium" bzw. in die "Wechseljahre" kommen Frauen zwischen 40 und Mitte 50. Mit nachlassender Aktivität der Eierstöcke sinkt die Hormonproduktion, körperliche oder seelische Beschwerden unterschiedlicher Ausprägung können die Folge sein. Was Frauen rund um die Wechseljahre in Sachen Verhütung beachten sollten, lesen Sie hier ...

Koitus

Geschlechtsverkehr (Geschlechtsakt, Koitus, Kopulation, Kohabitation, Beischlaf) bezeichnet traditionell die sexuelle Vereinigung beider Geschlechter, bei der der Mann den erigierten Penis in die Vagina der Frau einführt (Vaginalverkehr).

Kombinationspille

Die Kombinationspille (auch Mikropille) enthält zwei Hormone: ein Östrogen und ein Gestagen. Diese Hormone verhindern den Eisprung, der Zervixschleim wird für Spermien undurchdringlich und die Gebärmutterschleimhaut wird nicht für eine Einnistung vorbereitet.

Kondom

Kondome (auch: Präservative) sind hauchdünne, sehr reißfeste und für Flüssigkeiten undurchlässige Hüllen aus Silikon oder Kautschuk. Sie stellen eine Barriere für Spermien dar und bieten als einziges Verhütungsmittel einen wirksamen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Kontrazeption

Kontrazeption ist ein anderer Ausdruck für Empfängnis- oder Schwangerschaftsverhütung. Wie unterschiedlich Verhütung funktionieren kann, erklären wir Ihnen hier ...

Kupferspirale

Die Kupferspirale ist ein hormonfreies Verhütungsmittel, das in die Gebärmutter eingesetzt wird und durch die Abgabe von Kupferionen 3-5 Jahre lang empfängnisverhütend wirkt. Man bezeichnet die Kupferspirale auch als Intrauterinpessar (IUP).

L
Langzeitverhütung

Langzeitverhütungsmittel schützen - einmal angewendet - über Monate oder Jahre hinweg vor einer ungewollten Schwangerschaft. Neben der Kupferspirale stehen Frauen hormonelle Verhütungsmittel zur Verfügung: 3-Monats-Spritze, Hormonimplantat und Hormonspirale.

Levonorgestrel

Levonorgestrel ist ein zur hormonellen Empfängnisverhütung verwendetes synthetisches Gestagen, das unter anderem als Inhaltsstoff der Minipille oder der Hormonspirale genutzt wird

LH

Das luteinisierende Hormon (LH) zählt zu den Hormonen, die die Fortpflanzung regeln. Bei der Frau fördert es den Eisprung und die Gelbkörperbildung. Deshalb steigt der LH-Spiegel in der Zyklusmitte an. Erfahren Sie in unserem "Hormone 1x1" was es mit den einzelnen Hormonen auf sich hat.

M
Menarche

Die erste Monatsblutung einer Frau wird Menarche genannt. Ab diesem Zeitpunkt können Frauen Kinder bekommen. Was genau während der Menstruation im Körper geschieht, erfahren Sie hier ...

Menopause

Die letzte Regelblutung einer Frau wird Menopause genannt. Ursache ist ein Nachlassen der hormonellen Aktivität der Eierstöcke. Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit sinkt: Bis zum Eintritt der Menopause ist eine Schwangerschaft möglich. Finde hier ... die für dich am besten geeigneten Verhütungsmethoden – auch vor und in den Wechseljahren!

Menorrhagie

Als Menorrhagie wird eine Periode bezeichnet, die eine Dauer von mehr als sechs Tagen hat.

Menstruation

Das lateinische Wort „Menstruation” bezeichnet einen Vorgang, der „alle Monate wiederkehrt”. Der Grund für die Menstruation ist die Abstoßung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut, die bei unbefruchteter Eizelle alle 21 bis 35 Tage erfolgt und drei bis sieben Tage dauert. Mehr zum Thema "Menstruation"

Metrorrhagie

Bei einer Metrorrhagie findet die Periodenblutung außerhalb des normalen Zyklus statt. Man spricht hier auch von Zwischenblutungen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Menstruationsbeschwerden.

Mikropille

Die Mikropille (auch: Kombinationspille) enthält zwei Hormone: ein Östrogen und ein Gestagen. Diese Hormone verhindern den Eisprung, der Zervixschleim wird für Spermien undurchdringlich und die Gebärmutterschleimhaut wird nicht für eine Einnistung vorbereitet.

Minipille

Die Minipille enthält nur ein Hormon und zwar ein Gestagen. Diese Präparate müssen innerhalb eines engen täglichen Zeitfensters eingenommen werden, um empfängnisverhütend wirksam zu sein. Sie wird meist stillenden Müttern oder Frauen verschrieben, die keine Östrogene einnehmen dürfen.

Myome

Bei Myomen handelt es sich um gutartige Wucherungen in der Gebärmutter. Diese können an verschiedenen Stellen entstehen, etwa in der Gebärmutterwand, an ihrer Außenseite oder in den Bändern, die das Organ halten. Die Entstehung der Wucherungen ist nicht eindeutig geklärt.

N
Nullipara

Der Begriff Nullipara (lat.: parere = „gebären“) bezeichnet eine Frau, die kein Kind geboren hat.

O
Oligomenorrhö

Bei einer Oligomenorrhö haben Frauen ihre Periode selten und mit längerem zeitlichem Abstand, z.B. nach mehr als 31 Tagen.

Ovarien

Mit dem Begriff Ovarien werden die weiblichen Eierstöcke bezeichnet. In ihnen werden Eizellen und Hormone produziert. Zu Beginn ihrer Fruchtbarkeit hat eine Frau etwa 400.000 Eizellen. Die Anzahl nimmt im Laufe des Lebens kontinuierlich ab, bis die Eierstöcke nach den Wechseljahren die Aktivität ganz einstellen.

Ovulationsblutung

Zwischenblutungen zum Zeitpunkt des Eisprungs werden Ovulationsblutungen genannt.

Östrogene

Östrogene (auch: Estrogene oder Follikelhormone) sind eine der wichtigsten Hormongruppen der weiblichen Sexualhormone. Sie beeinflussen die weiblichen Geschlechtsmerkmale und steuern den Zyklus.

Östrogenunverträglichkeit

Frauen mit einer Östrogenunverträglichkeit (z.B. starke Raucherinnen oder Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko) sollten nicht mit der Kombinationspille verhüten, sondern auf gestagenhaltige Präparate zurückgreifen. Erfahren Sie in unserem "Hormone 1x1" was es mit den einzelnen Hormonen auf sich hat.

P
Pearl-Index

Der Pearl-Index beziffert das Maß der Sicherheit einer Verhütungsmethode. Er nennt die Zahl der Schwangerschaften, die laut Statistik eintreten, wenn hundert Frauen ein Jahr lang ein bestimmtes Verhütungsmittel anwenden. Je kleiner der Wert ist, desto sicherer die Methode.

PMS

Mit PMS, dem prämenstruellen Syndrom, werden körperliche und psychische Beschwerden bezeichnet, die vor der Periode auftreten. Dazu gehören Spannungsgefühle in den Brüsten und im Unterbauch sowie Kopf- und Rückenschmerzen, aber auch Gereiztheit oder Erschöpfung.

Polymenorrhö

Polymenorrhö wird eine Periodenblutung genannt, die häufiger als normal vorkommt, also einen kürzeren Zyklus mit weniger als 25 Tagen hat.

Polypen

Polypen sind Schleimhautwucherungen, die im Bereich der Scheide, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter auftreten können, wenn sich Zellen übermäßig teilen. Sie können linsen- bis kirschgroß sein und sind über einen kleinen Stiel mit der Schleimhaut verbunden.

Portiokappe

Die Portiokappe ist eine Plastik- oder Gummikappe, die auf den Muttermund gestülpt wird und sich dort festsaugt. Die Muttermundöffnung wird damit verschlossen, Spermien können nicht in die Gebärmutter gelangen. Die Liegedauer beträgt bis zu 3 Wochen.

Präservativ

Präservative (auch: Kondome) sind hauchdünne, sehr reißfeste und für Flüssigkeiten undurchlässige Hüllen aus Silikon oder Kautschuk. Sie stellen eine Barriere für Spermien dar und bieten als einziges Verhütungsmittel einen wirksamen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Progesteron

Das Progesteron ist ein weibliches Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene (Gelbkörperhormone). Es dient dazu, die Gebärmutterschleimhaut auf das befruchtete Ei so vorzubereiten, dass es sich in der Gebärmutter einnisten kann.

Prolaktin

Das Hormon Prolaktin ist für das Wachstum der Brustdrüse im Verlauf der Schwangerschaft und für die Milchbildung während der Stillzeit verantwortlich. Erfahren Sie in unserem "Hormone 1x1", was es mit den einzelnen Hormonen auf sich hat.

Q
R
Regel(blutung)

Bei der Regelblutung (Menstruation) stößt die Gebärmutter einen Teil der Gebärmutterschleimhaut ab. Dieses Gewebe mischt sich mit Blut und wird über die Scheide ausgeschieden. Der Zeitraum zwischen dem ersten Tag der Blutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Menstruation dauert zwischen 21 und 35 Tagen.

Reversibel

Reversibel im Bezug auf Verhütungsmethoden bedeutet, dass diese "umkehrbar" sind. Werden Langzeitverhütungsmethoden wie das Hormonimplantat, die Kupfer- oder die Hormonspirale entfernt, kann eine Frau wieder schwanger werden. Eine Sterilisation hingegen gilt als "irreversibel".

S
Schamlippen

Die Schamlippen sind eine Art Schutzhülle für die empfindlichen Geschlechtsteile der Frau. Man unterscheidet die inneren (kleinen) und die äußeren (großen) großen Schamlippen. Die empfindsame, perlenförmige Klitoris (bedeutet "kleiner Hügel") liegt an dem Punkt, an dem die inneren Schamlippen zusammenlaufen.

Scheidenpessar

Das Scheidenpessar (auch: Diaphragma) ist ein mechanisches Verhütungsmittel aus Gummi, Silikon oder Latex. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingelegt und verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

Scheidenpilz

Ein Scheidenpilz (auch: Vaginalmykose) wird meist durch Hefepilze hervorgerufen. Von der Erkrankung betroffen sind Scheidenschleimhaut und äußerer Genitalbereich. Zu den Begleiterscheinungen einer Pilzinfektion gehören unangenehmes Brennen oder Jucken sowie ein veränderter Ausfluss der Scheide.

Sterilisation

Um eine Schwangerschaft endgültig auszuschließen, kann eine Sterilisation in Erwägung gezogen werden. Generell ist der Eingriff bei Männern (Vasektomie) unkomplizierter als bei Frauen (Tubenligatur).

Syphilis

Syphilis ist eine bakterielle Erkrankung, die über Blutkontakt oder Sex übertragen werden kann. Erste Anzeichen sind kleine Geschwüre an den Geschlechtsorganen. Wird Syphilis nicht behandelt, kann sie zu schweren Schäden an Herz, Gehirn, Augen und Knochen führen.

Kondome können eine Übertragung des Erregers beim Geschlechtsverkehr wirksam verhindern.

T
Temperaturmethode

Die Temperaturmethode ist eine nichthormonelle Verhütungsmethode, bei der man durch Messung der zyklischen Schwankungen der Basaltemperatur (Aufwachtemperatur) die fruchtbaren Tage im Menstruationszyklus der Frau abzuschätzen versucht.

Thrombose

Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet. Faktoren wie Nikotinkonsum, Übergewicht oder die Einnahme von Östrogenen können das Risiko einer Thrombose erhöhen.

Testosteron

Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon. Es steuert u.a. die Entwicklung der typischen männlichen Geschlechtsmerkmale, die Samenproduktion und die Libido (sexuelles Verlangen).

U
Uterus

Uterus ist der medizinische Ausdruck für Gebärmutter. Dieses weibliche Geschlechtsorgan ist ein etwa sieben bis acht Zentimeter langer Muskel in der Form einer Birne, an dessen oberen Ende die beiden Eileiter münden. Im Uterus reifen befruchtete Eizellen zu einem Embryo bzw. Fetus heran.

V
Vagina

Die Vagina verbindet den äußeren Muttermund mit dem Scheidenvorhof. Sie nimmt den Penis während des Geschlechtsverkehrs auf und ist Teil des Geburtskanals.

Vaginismus

Unter Vaginismus versteht man eine Verkrampfung des Beckenbodens und der Vaginalmuskulatur der Frau. Der Koitus kann dadurch sehr schmerzhaft oder unmöglich sein. Dass Scheidenkrämpfe ein Paar so „zusammenhängen“, dass es nur noch vom Notarzt getrennt werden kann, ist allerdings ein Mythos.

Verhütungspille

Die Verhütungspille ist ein hormonelles Verhütungsmittel in Tablettenform. Sie schützt gegen eine ungewollte Schwangerschaft, indem sie den Eisprung hemmt, den Schleimpfropf im Gebärmutterhals für Spermien undurchdringbar macht und den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt.

Vulva

Die äußeren Bestandteile der weiblichen Geschlechtsorgane werden als Vulva bezeichnet. Sie besteht aus dem Venushügel, den äußeren und inneren Schamlippen sowie der Klitorisspitze.

W
Wechseljahre

In die "Wechseljahre" (auch: Klimakterium) kommen Frauen zwischen 40 und Mitte 50. Mit nachlassender Aktivität der Eierstöcke sinkt die Hormonproduktion, körperliche oder seelische Beschwerden unterschiedlicher Ausprägung können die Folge sein.

X
Y
Z
Zervix

Der Gebärmutterhals wird auch Zervix genannt. Er stellt die Verbindung zwischen Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und der Scheide (Vagina) dar.

Zervixschleim

Der Zervixschleim ist ein Sekret, das Drüsen im Gebärmutterhals bilden. Im Laufe des Zyklus verändert sich seine Beschaffenheit: An unfruchtbaren Tagen ist er zähflüssig und verschließt den Muttermund. An den Tagen um den Eisprung herum wird der Schleim dünnflüssig und ermöglicht ein Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter.

Zyklus

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet am Tag vor der nächsten Monatsblutung. Er definiert die periodischen Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut und das synchron verlaufende Heranreifen einer Eizelle. Als „normal“ angesehen werden Zyklen, die 23 bis 35 Tage dauern.

Zysten

(Eierstock-)Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlkörper, die. u.a. durch Hormonschwankungen entstehen können. Da sie selten Beschwerden verursachen, werden sie oft erst bei der ärztlichen Kontrolluntersuchung entdeckt. Die meisten dieser Eierstockzysten sind harmlos und bilden sich von selbst wieder zurück. Eierstockzysten können aber auch ein Zeichen für bösartige Erkrankungen sein und bedürfen daher einer genaueren Abklärung durch die Frauenärztin/den Frauenarzt.