Symptome

Manche Frauen leiden während der Wechseljahre unter körperlichen Beschwerden oder fühlen sich seelisch neben der Spur. Andere haben gar keine oder nur sehr geringe Begleiterscheinungen.

Hitzewallungen, Herzrasen, Hormonkarussell

Häufige Beschwerden während der Wechseljahre

Die häufigsten Beschwerden

Zu den häufigsten Beschwerden zählen Schwindel, Herzrasen, Depressionen, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen, nachlassende Lust auf Sex, Trockenheit im Genitalbereich und Hitzewallungen.

Viele Frauen werden von plötzlichen Schweißausbrüchen am Tag oder in der Nacht heimgesucht.

Die spontanen Wärmeattacken gehen meist von Brust, Nacken und Gesicht aus und verteilen sich über den gesamten Körper. Häufig treten diese Hitzewallungen nach dem Ausbleiben der Periode auf.

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Hormonspiegel aus den Fugen

Für alle Beschwerden gibt es – medizinisch gesehen – einen einfachen Grund. Wenn der Eisprung ausbleibt, reduziert sich erst der Spiegel der Gelbkörperhormone (Gestagene), im weiteren Verlauf auch die Produktion des Hormons Östrogen. Der Hormonspiegel gerät komplett aus den Fugen.

Eine Hormonersatztherapie kann die Beschwerden lindern. Sie sollte – wie jede medizinische Behandlung – jedoch immer mit dem behandelnden Arzt/der Ärztin besprochen werden. Nach ein oder zwei Jahren hören viele Beschwerden meist von allein auf.

Sex in den Wechseljahren

Die drei Phasen der Wechseljahre

Verlauf in drei Phasen

Die Wechseljahre werden in drei Phasen unterteilt. Die Dauer der einzelnen Phasen kann bei jeder Frau individuell verschieden sein. Das Klimakterium beginnt, wenn die Eibläschen in den Eierstöcken nahezu aufgebraucht sind.

In der Folge nimmt die Hormonproduktion in den Eierstöcken allmählich ab. Aufgepasst: Verhütung kann nun immer noch eine wichtige Rolle spielen.

Verhütung in den Wechseljahren

Die drei Phasen der Wechseljahre

Die Prämenopause

Zunächst wird nicht mehr regelmäßig jeden Monat eine reife Eizelle produziert, der Eisprung bleibt öfter aus, die Fruchtbarkeit nimmt ab. Diese Phase nennt man Prämenopause. Der Östrogenspiegel ist meist noch normal oder auch erhöht, jedoch tritt zunehmend ein Gestagenmangel auf, da das Gestagen immer nur dann produziert wird, wenn ein Eisprung stattgefunden hat. Erste Anzeichen dieser hormonellen Veränderung, die von der Frau bemerkt werden, sind vor allem Blutungsstörungen. Zusätzlich können aufgrund des Gestagenmangels prämenstruelle Beschwerden wie z. B. Brustspannen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen auftreten.

Die Perimenopause

Die Perimenopause ist die Phase des „eigentlichen Übergangs“. Sie beginnt etwa ein bis zwei Jahre vor der Menopause (letzte spontane Monatsblutung). Infolge der nun nur noch wenigen verbliebenen Eibläschen verringert sich die Östrogen- und Gestagenproduktion immer mehr. In dieser Phase treten Blutungsstörungen und mögliche Wechseljahresbeschwerden meistens am stärksten auf.

Die Postmenopause

Das Durchschnittsalter bei Eintreten der Menopause liegt heute bei 51 Jahren. Das lässt sich aber erst im Nachhinein ermitteln: Traten ein Jahr lang keine Blutungen mehr auf, ist davon auszugehen, dass die Eierstöcke ihre Tätigkeit eingestellt haben. Die Phase der Fruchtbarkeit ist damit abgeschlossen, die Frau befindet sich in der Postmenopause.

Diese geht nach dem 65. Lebensjahr in das Senium über. Auch in dieser Phase können aufgrund des Östrogenmangels weiterhin klimakterische Beschwerden auftreten. Gleichzeitig steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose.

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