Menstruation

Das Wort „Menstruation“ ist lateinisch und bedeutet „alle Monate wiederkehrend“. Denn jeden Monat stellt sich der Körper erneut auf eine mögliche Schwangerschaft ein. Die erste Blutung einer Frau wird „Menarche“, die letzte „Menopause“ genannt.

Regel- und Ausnahmezustand zugleich

Was geschieht während der Menstruation

Was geschieht während der Menstruation?

Der Grund für die Menstruation ist die Ablösung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut, die bei unbefruchteter Eizelle ca. alle 21 bis 35 Tage erfolgt und drei bis sieben Tage dauert.

Bei der Monatsblutung werden circa 60 bis 100 ml Flüssigkeit ausgeschieden, die sich aus Blut und Schleimhaut zusammensetzt.

Menstruationsblut ist nicht schädlich

Kein „böses Blut“

Menstruationsblut ist nicht schädlich und schon gar kein „böses” oder „schmutziges” Blut. Dieses Ammenmärchen hat sich auch in Deutschland lange gehalten. Zum Beispiel durften bis 1970 Frauen während ihrer Periode kein Blut spenden. Man hielt ihr Blut für blutzersetzend.

Es gibt jedoch Frauen, die unter schmerzhaften oder sehr starken Periodenblutungen (Menorrhagien und Metrorrhagien) leiden und dadurch mitunter erheblich eingeschränkt sind.

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Periode als Ausnahmezustand

Der Mythos der „Reinigung“

Hartnäckig hält sich auch heute noch die Meinung, dass monatliche Blutungen den weiblichen Körper reinigen und zur Blutauffrischung dienen.

Das ist falsch: Jeden Monat zu bluten hat aus medizinischer Sicht keinen Vorteil! Denn von Natur aus ist die Periode eher als „Ausnahmezustand“ gedacht.

Mythos "Die Periode reinigt den Körper"

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Frauen haben heute mehr Blutungen

Frauen bluten heute mehr

Historisch betrachtet haben Frauen noch nie so viel geblutet wie heute – nämlich bis zu 450 Mal im Leben! Der Grund: Viele Frauen bekommen heute weniger und später Kinder. Zudem sind die Stillphasen in der heutigen Zeit deutlich kürzer. Daher haben Frauen ihre Regelblutungen viel häufiger als die Generationen vor ihnen.

In früheren Zeiten „bluteten“ Frauen ca. 50 bis 60 Mal im Leben, da sie früher und mehr Kinder bekamen und diese lange stillten. Es ist kein Nachteil, z. B. aufgrund von hormoneller Langzeitverhütung eine schwächere oder ganz ausbleibende Menstruation zu haben.

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