Gebärmutterhalskrebs

Bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) handelt es sich um bösartige Veränderungen des Gebärmutterhalsgewebes, meist im Bereich des Muttermundes.

Bei Früherkennung gute Heilungschancen

Entstehung und Ursachen von Gebärmutterhalskrebs

Entstehung und Ursachen

Krebserkrankungen der Gebärmutter können im Gebärmutterhals oder Gebärmutterkörper auftreten. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) erkranken in Deutschland pro Jahr knapp 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und 11.000 an Gebärmutterkörperkrebs. In beiden Fällen sind die Heilungschancen gut, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Der Gebärmutterhals (Zervix) ist die Verbindung zwischen der Gebärmutter und der Scheide. Als Hauptursache für eine Krebserkrankung an dieser Stelle (meist ein Karzinom) gelten Viren, die z. B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Eine Infektion mit „humanen Papillomaviren“ (HP-Viren) kann zu Zellveränderungen führen, aus denen schließlich Krebs entsteht.

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Smyptome von Gebärmutterhalskrebs früh ernst nehmen

Symptome früh ernst nehmen

Da die Virusinfektion in der Regel keine Beschwerden verursacht, bemerken viele Frauen eine Ansteckung nicht. Auch gibt es keine typischen Anzeichen für die Vorstufen und Frühformen des Gebärmutterhalskrebses.

Meist treten erste Symptome auf, wenn der Tumor bereits eine gewisse Größe hat. Dies können z. B. Blutungen nach dem Sex sein.

Diagnostik und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Diagnostik und Behandlung

Bei der jährlichen gynäkologischen Kontrolluntersuchung streicht der Frauenarzt/die Frauenärztin mit einem Wattetupfer über Gebärmutterhals und Muttermund. Dabei bleiben Zellen am Tupfer haften. Die Zellen aus diesem sogenannten Pap-Abstrich (benannt nach dem griechischen Arzt Georgios Nikolaou Papanikolaou) werden anschließend untersucht. Zur Abklärung von auffälligen Pap-Befunden können dann zusätzlich weitere Tests und Untersuchungen vorgenommen werden.

Eine Behandlung ist abhängig vom Grad der Zellveränderung. Manchmal kann die Zerstörung dieser Zellen mithilfe eines Lasers reichen. In anderen Fällen ist eine „Konisation“ nötig. Dabei entfernt der Frauenarzt/die Frauenärztin das kranke Gewebe aus äußerem Muttermund und Gebärmutterhals. Fortgeschrittene Erkrankungen können die Entfernung der Zervix oder auch der Gebärmutter und der Eierstöcke nötig machen.

Impfung und Vorsorge für Gebärmutterhalskrebs

Impfung und Vorsorge

Heute besteht für Frauen die Möglichkeit, das Risiko für eine Gebärmutterhalskrebserkrankung durch eine Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV-Impfung) zu vermindern. Dadurch können bereits Krebsvorstufen, die durch diese Virentypen ausgelöst werden, wirksam verhindert werden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung bereits für junge Mädchen (Alter 12 bis 17), am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Bitte beachte: Die Impfung kann zwar verhindern, dass Frauen sich mit den häufigsten krebsauslösenden HP-Viren anstecken. Doch bereitet die Impfung das Immunsystem nicht auf alle Viren aus der HPV-Gruppe vor. Laut Berufsverband der Frauenärzte e. V. sollte trotz Impfung in keinem Fall auf die jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung verzichtet werden. Je früher eine Erkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.

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