Groß, klein, dick, dünn, jung, alt

Frauen sind unterschiedlich – klar. Aber wusstest du, dass das auch ihre Gebärmutter betrifft?

Nicht alle Gebärmütter sind gleich

Gebärmutterformen

Herzen, Birnen, Hörner?

Nicht alle Gebärmütter sind in Form und Struktur identisch. Im Normalfall hat der Uterus die Form einer Birne, die mit dem „Kopf“ nach unten im kleinen Becken liegt.

Studien berichten, dass bei drei bis vier Prozent aller Frauen eine Form der Gebärmutterfehlbildung vorliegt. Die Anomalien verursachen selten Beschwerden, und viele Frauen erfahren erst vom Frauenarzt, dass sie eine solche Fehlbildung haben.

Störung der Fruchtbarkeit

Störung der Fruchtbarkeit möglich

Gebärmutteranomalien können aber zu Fruchtbarkeitsstörungen führen oder in bestimmten Fällen Früh- oder Fehlgeburten verursachen.

Menstruationsbeschwerden können, abhängig von der Art der Fehlbildung, ebenfalls vorkommen. Schmerzen beim Sex sind mögliche, aber seltene Begleiterscheinungen einer Anomalie.

Solltest du Beschwerden haben, sprich deine Frauenärztin/deinen Frauenarzt darauf an.

„Sie haben eine Eierstockzyste.“
Was genau heißt das eigentlich?

Bei Eierstockzysten handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die infolge von Hormonschwankungen entstehen können. Aber auch eine Endometriose, Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebenniere können sie entstehen lassen.

Mehr zum Thema Zysten

Anomalien im Überblick

Uterus septus/subseptus

Fehlbildungen der Gebärmutter

Das „Uterusseptum“ ist eine der häufigsten Fehlbildungen der Gebärmutter. Dabei teilt eine Wand (Septum) das Innere des Uterus in zwei Seiten. Diese Wand besteht aus Binde- bzw. Muskelgewebe.

Das Septum zieht sich häufig nur zum Teil durch die Gebärmutter, etwas seltener trennt es die Gebärmutterseiten vollständig voneinander und ragt bis in den Gebärmutterhals hinein.

Uterus arcuatus

Oberes Gebärmutterende verformt

Der „Uterus arcuatus” ist die am wenigsten ausgeprägte Fehlbildung der Gebärmutter. Bei ihm ist lediglich das obere Gebärmutterende (der Fundus) eingedellt, die Gebärmutterhöhle ist etwas breiter und geräumiger als im normalen Uterus.

Auf den Verlauf einer Schwangerschaft hat diese Fehlbildung normalerweise keinen Einfluss.

Uterus bicornis

Uterus mit zwei Hörnern

Bei einem „Uterus bicornis“ ist die Gebärmutter nicht wie eine Birne geformt, sondern stellt sich wegen der deutlichen Einkerbung in der oberen Mitte eher herzförmig dar.

Die Anomalie wird wegen ihrer Form auch „Uterus mit zwei Hörnern” genannt, da sie seitlich zwei hornförmige Ausläufer hat.

Uterus unicornis

Uterus mit einem Horn

Ein „Uterus unicornis” ist halb so groß wie eine normale Gebärmutter, der Eileiter ist meist nur auf einer Seite angelegt.

Wegen seiner Form wird diese Anomalie als „Uterus mit einem Horn” beschrieben. Diese Anomalie ist sehr selten.

Uterus didelphys o. Uterus duplex

Zwei Gebärmuttern und zwei Vaginen

Ein „Uterus didelphys“ oder „Uterus duplex“ ist eine Anomalie, bei der die Gebärmutter doppelt angelegt ist.

Jeder Uterus kann außerdem zu einer eigenen Vagina führen, es kann also auch zwei Vaginen geben. Auch diese Anomalie tritt sehr selten auf.

Retroflexio oder Descensus uteri

Abgeknickter Uterus

Ein nach hinten in Richtung Kreuzbein „abgeknickter“ Uterus – medizinisch als „Retroflexio uteri” bezeichnet – ist keine Anomalie, sondern lediglich eine Variante der normalen Lage. Sie kommt bei rund zehn Prozent aller Frauen vor.

Eine retroflektierte Gebärmutter kann Beschwerden während der Menstruation oder beim Sex verursachen. Beim „Descensus uteri“ handelt es sich um eine „Gebärmutter­senkung“.

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