Der Eisprung

Im Körper einer Frau lösen Hormone – ungefähr alle vier Wochen – einen Eisprung und eine Monatsblutung aus. Beides geschieht nicht einfach so, sondern wird vom Gehirn gesteuert.

Wechselspiel der Hormone

Anfang des Eisprungs

Am Anfang waren die Eibläschen

Die Hirnanhangdrüse bildet am Zyklusbeginn ein Hormon, das über den Blutkreislauf an die Eierstöcke weitergeleitet wird. Es heißt „follikelstimulierendes Hormon“ (FSH).

In dieser Phase reifen in den Eierstöcken (Ovarien) sogenannte Eibläschen (Follikel) heran. In diesen Eibläschen werden Östrogene gebildet und die Gebärmutterschleimhaut wird zur Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet.

Verlauf des Eisprungs

In der Mitte des Zyklus ist es so weit

Wenn der Follikel ausgebildet ist, sendet die Hirnanhangdrüse das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) aus, das den Eisprung (Ovulation) auslöst. Dies geschieht ungefähr 14 Tage vor der nächsten Monatsblutung – also in der Mitte des Zyklus.

Nur zu diesem Zeitpunkt ist der Schleimpfropf am Gebärmutterhals für Spermien durchlässig.

Nach dem Platzen des Follikels wird die Eizelle vom Eileiter (Tube) aufgenommen. Aus dem gesprungenen Eibläschen entwickelt sich der Gelbkörper. Dieser beginnt Gelbkörperhormone (Gestagene, v. a. Progesteron) zu bilden. Das Hormon sorgt unter anderem für den „Umbau“ der Gebärmutterschleimhaut.

Die fruchtbare Phase

24 Stunden lang bereit zur Befruchtung

Die Befruchtung der Eizelle findet im Eileiter statt, wenn sich dort Spermien aufhalten. Die Eizellen sind etwa zwölf bis 24 Stunden lang befruchtungsfähig und wandern in Richtung Gebärmutter. Tritt keine Schwangerschaft ein, beginnt der Gelbkörper zu schrumpfen. Die Hormonkonzentration im Blut sinkt ab.

Die Regelblutung beginnt. Dabei werden Gewebe und Schleim abgestoßen. Normalerweise kommt es alle vier Wochen zu einer solchen Blutung, aber die Abstände können schwanken.

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