Der weibliche Körper

Äußere Geschlechtsorgane sind von außen sichtbar, die inneren befinden sich im Inneren des Körpers. So weit klar … Aber was genau ist eigentlich der Venushügel?

Wie gut kennst du dich aus?

Der Venushügel

Unter dem Venushügel

Vom Bauchnabel abwärts – dort, wo die Schambehaarung bei erwachsenen Frauen beginnt – liegt der Venushügel. Diese leichte Erhebung über dem Schambein endet an der Stelle, an der die äußeren Schamlippen vorn zusammenlaufen.

Die äußeren Schamlippen sind eine Art Schutzhülle für die empfindlichen Geschlechtsteile der Frau. Dort, wo die inneren Schamlippen beginnen, sitzt die Spitze der Klitoris (Kitzler), auch Glans genannt.

Die Klitoris

Klitoris – komplexer als gedacht

Die Klitoris ist klein wie eine Erbse und sehr empfindsam bei Berührungen. Sie wird vorn und seitlich von einer kleinen Hautfalte, der Klitorisvorhaut, bedeckt. Nur Glans und Vorhaut sind von außen sichtbar, das ganze Organ ist wesentlich komplexer.

Der größte Teil der Klitoris liegt im Inneren des Beckens und besteht aus zwei Klitorisschenkeln von sechs bis neun Zentimetern Länge sowie zwei zwiebelförmigen Schwellkörpern, die den Scheidenvorhof elastisch umschließen. Schenkel und Schwellkörper bilden eine besonders erogene Zone, deshalb wird die Klitoris auch als „Lustzentrum der Frau“ bezeichnet.

Anatomie der Vilva und Vagina

Vulva und Vagina – nicht zu verwechseln!

Hinter dem Kitzler befindet sich der Harnröhrenausgang, durch den der Urin den Weg nach außen nimmt. Dahinter liegt der Scheideneingang. Während die äußeren Bestandteile der Geschlechtsorgane als Vulva bezeichnet werden, wird der innere Teil Vagina genannt.

Die Vagina besteht aus einem bis zu zehn Zentimeter langen, sehr dehnbaren Muskelschlauch, der die Verbindung zur Gebärmutter herstellt. Die wichtigsten Aufgaben der Vagina: Sie dient als Geburtskanal und durch sie verlässt das Menstruationsblut den weiblichen Körper. Außerdem nimmt sie beim Sex den Penis in sich auf und ist dabei sehr anpassungsfähig.

„Sie haben ein Myom in Ihrer Gebärmutter.“
Was genau heißt das eigentlich?

Bei Myomen handelt es sich um gutartige Wucherungen in der Gebärmutter. Diese können an verschiedenen Stellen entstehen, etwa in der Gebärmutterwand, an ihrer Außenseite oder unter der Gebärmutterschleimhaut.

Sie kommen bei 20 bis 50 Prozent der über 30-jährigen Frauen vor, wobei die Häufigkeit bis zu den Wechseljahren steigt.

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Die Gebärmutter

Gebärmutter – ein Muskel, der es in sich hat

Was viele nicht wissen: Die Gebärmutter ist ein Muskel. Sie ist etwa sieben bis acht Zentimeter lang und hat die Form einer Birne.

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) wird – hormonell gesteuert im monatlichen Zyklus – auf- und abgebaut. Kommt es zu keiner Befruchtung, wird die aufgebaute Schleimhaut mit der Monatsblutung ausgeschieden. Am oberen Gebärmutterende (Fundus) münden rechts und links die Eileiter (Tuben). Diese transportieren die befruchtete Eizelle vom Eierstock (Ovar) in die Gebärmutter (Uterus).

Nicht alle Gebärmütter sind in Form und Struktur identisch. Zudem gibt es verschiedene Arten von sogenannten „Uterusanomalien“.

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Eisprung und Wechseljahre

Eierstöcke – die Geburtsstätte der Eizellen

In den Eierstöcken (Ovarien) werden Eizellen und Hormone produziert. Zu Beginn der Geschlechtsreife beträgt die Zahl der in den Eierstöcken eingelagerten Eizellen rund 400 000. Diese Zahl nimmt im Lauf des Lebens kontinuierlich ab.

Zur Zeit der Wechseljahre ist die Zahl der Eizellen so weit reduziert, dass nur noch wenige Hormone produziert werden und keine regelmäßigen Blutungen mehr auftreten. Die letzte hormongesteuerte Blutung nennt man Menopause.

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Video: Was ist wahre Schönheit?

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