Die Hormonspirale wird allgemein sehr gut vertragen. Da sie direkt in der Gebärmutter wirkt, wird für die zuverlässige Empfängnisverhütung eine kleinere Hormonmenge benötigt als z.B. bei Pille oder 3-Monats-Spritze.
Manchmal können dennoch, meist beschränkt auf die ersten 3 Monate nach der Einlage der Hormonspirale, Begleiterscheinungen, wie z.B. Kopfschmerzen, Brustspannen, Übelkeit, Akne oder Stimmungsschwankungen, auftreten. Oft hängen diese unspezifischen Beschwerden jedoch eher mit dem natürlichen Zyklus (der ggf. bei vorheriger Pillenanwendung unterdrückt war) als mit der Hormonspirale zusammen.
Bei 12 % der Anwenderinnen können sich, wie auch bei anderen Gestagenmethoden (z.B. Minipille), nach der Einlage Eierstockzysten bilden. Diese sind in aller Regel harmlos, verursachen meist keine Beschwerden und bilden sich üblicherweise von allein zurück.
Bei der Umstellung von einer hautverbessernd wirkenden Pille auf die Hormonspirale sollten Sie beachten, dass die Hormonspirale kein Östrogen enthält und deshalb eine hautverbessernde Wirkung nicht zu erwarten ist.
Zu beachten ist:
Weitere Informationen zu Begleiterscheinungen finden Sie in der Gebrauchsinformation, die jeder Packung beiliegt.
Komplikationen mit der Hormonspirale sind sehr selten. Treten Schmerzen auf, so kann es sein, dass die Hormonspirale nicht korrekt liegt. Unerwartet starke Menstruationen oder Schmerzen im Bauch können Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft (das Wachstum eines befruchteten Eis außerhalb der Gebärmutter) bzw. für eine Verletzung der Gebärmutter sein. Studien zeigen, dass bei 10.000 Frauen, die die Hormonspirale über 1 Jahr angewandt haben, 2 Eileiterschwangerschaften aufgetreten sind 1. Das ist genauso selten wie bei Frauen, die sterilisiert sind. Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt kann solche Komplikationen durch eine Ultraschalluntersuchung abklären.

Begleiterscheinungen (Quelle: Andersson K, Odlind V, Rybo G. Contraception 49: 56-72, 1994)1